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Nov 01, 2022
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Soweit ich den Blickwinkel des Autors richtig verstehe, sieht er in Russland nur zwei für den Ausbruch des Krieges relevante Klassen:
1) politischen Kapitalismus - Profit durch Insider-Renten (ich würde gern besser verstehen, was es dem Autor bringt “Korruption” auf diese Art zu umschreiben)
und
2) transnationalen Kapitalismus der gebildeten Mittelschicht (was diese Form des Kapitalismus ausmacht bleibt mir unklar - vllt meint der Autor einfach “Kapitalismus”?)

Insgesamt wird mir ein wenig übel wenn ich durch diese Brille gesehen die Ukraine und Russland als “ein Land” mit zwei im Konflikt befindlichen Klassen portraitiert bekomme. Das ist mir zu nah an dem genozidialen Diskurs von Putin, der die Existenz der Ukraine und ihrer eigenen Kultur und Staatlichkeit ablehnt und alles Ukrainisches als faschistisch bezeichnet.

Aber danke für das Erstellen dieser Synopsis.

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Okt 31, 2022

Zu den strategischen Auswirkungen einseitiger Sanktionen. Die russische Erfahrung

In der Diskussion um Sanktionen interessieren oft nur die unmittelbaren Folgen für das Zielland. Wie Anastasia Likhacheva zeigt, haben Sanktionen auch eine langfristige Signalwirkung – vor allem in Russland, dessen Unternehmen, Behörden und internationale Partner sich seit fast einem Jahrzehnt auf eine Zukunft mit dauerhaften Handelsbeschränkungen einstellen.

Okt 31, 2022

How to Build a Better Order

Inmitten der aktuellen Phase des russischen Krieges in der Ukraine und der zunehmenden geopolitischen Konfrontation scheint die Herausbildung einer unsicheren, auf gegenseitige Abschreckung zielenden Weltordnung die logische Konsequenz. Die Autoren dieses Artikels sind jedoch der Meinung, dass eine globale Ordnung, in der die USA, China und andere Großmächte zusammenarbeiten, dennoch möglich und nötig ist. Anders ließen sich die Folgen des Klimawandels nicht begrenzen, die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen und regionale Krisen nicht abwenden.

Okt 28, 2022

Could Ukraine embrace a sanctions buyout mechanism?

Theo Normanton lotet den Spielraum für eine Kooperation zwischen russischen Oligarchen und der Ukraine beim Wiederaufbau des Landes und der Aufhebung von Sanktionen aus.

Okt 27, 2022

Is Europe Prepared for a Proxy War With Russia?

Michel Wyss von der Militärakademie der Schweizer Armee an der ETH Zürich analysiert in diesem Blogpost die Risiken und Gefahren eines Stellvertreterkriegs zwischen Russland und Europa.

Okt 26, 2022
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Veranstaltungshinweis! Solidarity, Freedom and Autonomy in Times of Crisis, Conflict and War

Okt 26, 2022

Sanctions Against the Russian War on Ukraine. Lessons from History and Current Prospects

Die gegen Russland verhängten Sanktionen infolge des Angriffskriegs gegen die Ukraine gelten als historisch präzedenzlos. Dabei findet man in der Geschichte des 20. Jahrhunderts durchaus vergleichbare Fälle. Peter van Bergeijk analysiert die Probleme demokratischer Staaten, einen Politikwechsel des sanktionierten Staates herbeizuführen, und kommt zu dem Schluss: Die Sanktionen der EU müssten viel weitreichender sein, wollten sie Russland von seiner Kriegspolitik abbringen.

Okt 25, 2022

If Putin Nukes Ukraine, Russia Could Win the War

Seit Monaten mutmaßen westliche Staats- und Regierungschefs sowie Verteidigungsexperten über die Wahrscheinlichkeit, dass Moskau im Falle eines Scheiterns seiner konventionellen Kriegsführung gegen die Ukraine auf taktische Atomwaffen zurückgreifen würde. Dem Vizepräsidenten des US-amerikanischen Lexington Institute, Dan Gouré, zufolge deuten die russische Teilmobilmachung und die Durchführung von Referenden in den besetzten ukrainischen Gebieten auf eine reale Möglichkeit eines Einsatzes von Atomwaffen hin.

Okt 24, 2022

The imperial syndrome and its influence on Russian nationalism

Russland ist weder Imperium noch Nation, sagt Emil Pain. Seit dem Zerfall der Sowjetunion verhindere ein „imperiales Syndrom“ die Entstehung einer zivilen und demokratischen russischen Nation. Stattdessen befeuert die herrschende Elite einen imperialen Nationalismus, der sich immer mehr verselbständigt.

Okt 20, 2022

Sprache und das Trauma der Befreiung

Der Kulturwissenschaftler Gasan Gusejnov analysiert in seinem Aufsatz die psychoanalytischen Aspekte der russischen Politiksprache. Er kommt zum Schluss, dass diese maßgeblich von der Verdrängung historischer Traumata geprägt ist.

Okt 19, 2022

Irrtum Normalität: Ivan Krastev über deutsche Überraschung

Warum sind die Deutschen immer so überrascht von weltpolitischen Ereignissen? In einem Interview mit der taz erklärt der bulgarische Politologe Ivan Krastev, warum die deutsche Normalität seit 1989 im Weltmaßstab keine war.

Okt 18, 2022

Wer kann diesen Krieg wollen

Um Russlands Invasion der Ukraine zu verstehen, sagt Volodymyr Ishchenko, muss man sich mit dem postsowjetischen Kapitalismus auseinandersetzen.

Okt 17, 2022

Defending Social Status - Why Russia’s Ukraine Policy is About More than Regional Leadership

In Russlands Politik gegenüber der Ukraine gehe es nicht primär um eine regionale Machtprojektion, sondern um die Rückgewinnung einer zentralen Stellung in der sozialen Ordnung der internationalen Beziehungen. Diese These stellt Regina Heller in ihrem Artikel auf und erarbeitet mittels einer Diskursanalyse die sozio-emotionale Logik hinter Russlands außenpolitischem Handeln. Die Autorin bezieht sich in ihrem Text auf den Zeitraum der Annexion der Krim im Jahr 2014. Die beschriebenen politischen Effekte lassen sich jedoch auch heute als Folge des Überfalls auf die Ukraine beobachten.

Okt 16, 2022

Why Elon Musk is right

Anfang Oktober 2022 veröffentlichte Elon Musk auf seinem Twitter-Account einen Vorschlag, wie Russlands Krieg in der Ukraine beendet werden könnte. Ein Post, mit dem Musk  große öffentliche Resonanz erzeugte, der ihm selbst jedoch viel Spott und Empörung einbrachte. Der ehemalige US-amerikanische Diplomat und Geheimdienstanalyst George Beebe erläutert in seinem Artikel, warum Elon Musk seiner Meinung nach bei aller (berechtigten) Kritik recht hat, und warum Washington seine bisherige Strategie anpassen muss.

Okt 16, 2022

Keine schweren Waffen für die Ukraine? Vier Gegenargumente

Ist Pazifismus eine angemessene Haltung zum Krieg Russlands gegen die Ukraine? Heidrun Zinecker, eine langjährige Stimme der deutschen Friedens- und Konfliktforschung, unterzieht die Position deutscher Pazifist*innen einer grundlegenden Prüfung. Deren Argumente, so ihr Fazit, sind unter den neuen sicherheitspolitischen Bedingungen in Europa und der politökonomischen Realität in Russland nicht haltbar.

Okt 11, 2022
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Das ist eine gute Einführung.

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Okt 11, 2022
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Liebe Jeannette,

vielen Dank für Ihren Kommentar! Sie sprechen sehr wichtige Sachen an und ich möchte gerne auf einige Ihrer Punkte eingehen. Vorab möchte ich anmerken, dass Kindlers Text aus dem Jahr 2012 ist - und somit schon zehn Jahre alt - und dass dieser Verweis in der Intro fehlt. Das war ein Fehler seitens der Redaktion und das Team hat das bereits nachgetragen, wie ich sehe.

Seit 2012 ist natürlich eine Menge passiert: Es wurden einige Denkmäler errichtet und es wurde auch eine staatlich geförderte Kommission zur Rehabilitierung der Opfer der Hungersnot gegründet.

Ich finde auch, dass die Geschichte des Gulag in dem Aufsatz Kindlers zu kurz kommt, aber dieser Fokus auf die Hungersnot wurde vom Autor bewusst gewählt. Der Text stellt nicht den Anspruch, den Stalinismus als Gewaltsystem und seine Aufarbeitung darzustellen und das nehme ich zur Kenntnis. Das gesamt-gesellschaftliche Ausmaß der stalinistischen Gewalt thematisiert Kindler in seinem 2014 erschienen Buch “Stalins Nomaden. Herrschaft und Hunger in Kasachstan”, was ich sehr empfehlen kann!

Als Erinnerungsforscherin frage ich mich oft, ob das Aufstellen von Denkmälern und das Erbauen von Gedenkstätten schon ausreicht, um zu sagen, dass etwas ‘aufgearbeitet’ ist. Gerade wenn, wie im Falle Kasachstans, die Gedenkstätten staatlich finanziert sind. Ich habe oft Zweifel daran, etwas als ‘gelungene Aufarbeitung’ zu bezeichnen nur anhand der Tatsache, dass Denkmäler und Gedenkstätten vom Staat errichtet werden. Ob Erinnerung lebendig ist und von der Zivilgesellschaft wahrgenommen wird, lässt sich m.E. nicht anhand der Anzahl von Denkmälern und Gedenkstätten im öffentlichen Raum festmachen.

Wie sehen Sie das? Und möchten Sie vielleicht von Ihren Eindrücken bei der Denkmal-Errichtung in Astana 2014 berichten? Ich fände das sehr spannend und freue mich auf Ihre Antwort!

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Okt 11, 2022

The Economic Weapon

Sanktionen entstanden als Teil der Kriegsführung liberaler Demokratien, behauptet Nicholas Mulder in seiner im Frühjahr 2022 fertiggestellten Monografie, die zeitlich kaum aktueller in die weltpolitische Lage hinein hätte erscheinen können. Erwachsen aus den Wirtschaftsblockaden des Ersten Weltkriegs, haben sich Sanktionen zunehmend von einem Instrument des Krieges zu einem völkerrechtlich anerkannten Mittel der Interessendurchsetzung in Friedenszeiten entwickelt - mit oft nicht minder schwerwiegenden Folgen für alle Beteiligten.

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