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Wer kann diesen Krieg wollen

Autor(en)
Volodymyr Ishchenko
Tags
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Artikeldetails
Intro verfasst von
Sebastian Hoppe
Intro

Um Russlands Krieg zu verstehen, so Volodymyr Ishchenko, muss man den postsowjetischen Kapitalismus untersuchen.

Bei te.ma veröffentlicht
Okt 18, 2022

Veröffentlichungsdatum
Sep 05, 2022
Link
https://jacobin.de/artikel/wer-kann-diesen-krieg-wollen-ischtschenko-russland-ukraine-politischer-kapitalismus/
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Organisation und der ideologischen Legitimation der gesellschaftlichen Klasse, die er repräsentiert. Diese zu analysieren

Marxismus. Auch die Interessen, die die herrschenden Klassen im Westen und in der Ukraine

für die Invasion die Interessen der herrschenden Klasse widerspiegelt. Ansonsten landen wir unweigerlich bei kruden

Denn was würde das bedeuten? Russlands herrschende Klasse wäre dann von einem machthungrigen und verrückten

Ukraine die rationalen kollektiven Interessen der herrschenden Klasse seines Landes. Es ist dabei nicht ungewöhnlich

Vertreter dieser Klasse überschneiden oder ihnen sogar widersprechen. Aber welche Art Klasse herrscht eigentlich

herrschende Klasse oft Verbindungen zur alten Nomenklatura der Sowjetzeit. Die Mitglieder dieser neuen Klasse privatisierten

Herausbildung und Reproduktion der herrschenden Klasse in Russland von ungleich größerer Bedeutung. Schließlich

politischer Kapitalismus« bekannt ist. Nach Max Weber ist der politische Kapitalismus dadurch gekennzeichnet, dass politische

Kapitalisten sind also jener Teil der kapitalistischen Klasse, dessen wichtigster Wettbewerbsvorteil sich aus selektiven Vergünstigungen

Diebe«, »Gauner« oder »Mafia« bezeichnen. Dass politischer Kapitalismus vorliegt, ist von entscheidender Bedeutung

nicht mit den anderen Fraktionen der kapitalistischen Klasse teilen wollen. Andere Arten von Kapitalisten haben

sich um die Frage, »was die herrschende Klasse eigentlich tut, wenn sie herrscht

genießt eine weitgehende Autonomie von der kapitalistischen Klasse, dient ihr aber nichtsdestotrotz, indem sie Regeln

bereichern. Auch viele Ikonen des klassischen unternehmerischen Kapitalismus profitierten von staatlichen Subventionen, steuerlichen Vorzugsregelungen oder

Klassenkonflikt hinter dem Krieg Ob der politische Kapitalismus auf Dauer Bestand haben wird, bleibt eine

Korruption ein endemisches Problem des politischen Kapitalismus. Um es ungeschönt zu sagen: Man kann nicht

muss zu einem anderen Modell von Kapitalismus übergehen, um die Profitrate aufrechtzuerhalten – indem man entweder

Ausbeutung der Arbeit stoßen im postsowjetischen politischen Kapitalismus auf strukturelle Hindernisse. Einerseits schrecken viele davor

zugleich andere unterdrückten. Die Grundlagen des politischen Kapitalismus blieben jedoch unangetastet. Als ihre habgierige Expansion

politischen Kapitalismus ausgeschlossen. Stattdessen sahen die Mitglieder dieser Klasse ihre beruflichen und politischen Aufstiegschancen

westlicher Soft Power im Osten. Für diese Klasse stellte die Integration

Modernisierungsprojekt dar, um sich sowohl dem »richtigen« Kapitalismus als auch der »zivilisierten Welt« im Allgemeinen

Korruption ein endemisches Problem des politischen Kapitalismus. Um es ungeschönt zu sagen: Man kann nicht

viele Staaten des Globalen Südens an den Tag legen, wenn sie aufgefordert werden, sich

gegenüber Russland. Unter dem Gesichtspunkt des politischen Kapitalismus wird aber deutlich, welcher Klassenkonflikt sich hinter

diese zielten explizit darauf ab, sie »als Klasse« zu eliminieren, indem sie ihren wichtigsten Wettbewerbsvorteil